Abel Tomàs: Violine
Vera Martínez Mehner: Violine
Cristina Cordero: Viola
Arnau Tomàs: Cello
Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 4 D-Dur op. 83 | Joseph Haydn: Streichquartett f-Moll op. 20 Nr. 5 Hob III: 35 (Nr. 5 der „Sonnenquartette“) | Franz Schubert: Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“
Wer historische Bögen in Aktion erleben möchte, kommt hier auf seine Kosten: Dank der Förderung durch den Borletti-Buitoni Trust in London stellte das Cuarteto Casals eine bemerkenswerte Sammlung barocker und klassischer Bögen zusammen. Ihre historische Aufführungspraxis jeder Epoche ließ sie zu einer prägenden Stimme der internationalen Kammermusik avancieren – und jährlich im Palast von Madrid ein Konzert auf den legendären Instrumenten Antonio Stradivaris spielen. Passend zur Jahreszeit bringt das Quartett ein Programm voll sinister-spannungsreicher Klangfarben: In Dmitri Schostakowitschs aufpeitschendem Streichquartett Nr. 4 mit seinem grotesk-gespenstischen Scherzo schimmert die Zeitgeschichte seiner Entstehung durch. Josef Haydns fünftes der „Sonnenquartette“ – deren Beiname in die Irre führt – experimentiert durchdringend auf beinahe krisenhafte Weise mit der Form, wobei sanfte Melancholie in f-Moll die Stimmung verdüstert. Der krönende Abschluss, Schuberts berühmtes Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“, erforscht düster-dramatisch, jagend, ja existenziell den romantischen Topos von bittersüßer Todesfaszination und sucht das Publikum mit seinen totentanzgleichen Klängen heim. Ein Abend mit Gänsehautgarantie!
